Pir (Meister, Morad, Shaikh)

Alle Propheten sind gekommen, um dem Volke die Augen zu öffen, damit sie Ihre eigenen Fehler und Gottes Vollkommenheit, ihre eigene Schwachheit und Gottes Macht, ihre eigene Ungerechtigkeit und Gottes Gerechtigkeit sehen...
Und der Pir ist auch dafür da, seinen Jüngern (Morid) die Augen zu öffnen.
Maulana Abdur Rahman Jami, Nafahat al-uns, ed. M. Tauhidipur (Tehran 1975)


Wer ohne Pir reist, braucht zweihundert Jahre für eine Reise von zwei Tagen.
Jalaluddin RUMI, Mathnawi-i ma nawi, Kommentar von R.A. Nicholson, 2 Bde., London 1925-40.


Ja, man könnte alle Lehrbücher tausend Jahre Lang lesen-ohne einen Pir würde man nichts erreichen.

Yunus Emre, Divan, ed. A. Gölpnarl (Istanbul 1943)


O: Dr. Javad Nurbakhsh
L: Maulana Munis Alishah
R: Maulana Rahmat Alishah




Der Meister kontrolliert das seeliche Wachstum seines Jüngers in jedem Augenblick.
Pir legt die Träume und Visionen des Murid aus, liest seine Gedanken und folgt jeder Regung seines Bewußtseins und
Unterbewußtseins. Deshalb begegnet uns das Bild des Meisters (der oft mit dem mystisyschen Geliebten identifiziert wird) als Artz, der das Herz des Liebenden heilt, in persicher und verwandter Dichtung durch alle Jahrhunderte.



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